ProPsychiatrieQualität ( PPQ) – ein kurzer Überblick

ProPsychiatrieQualität entstand 1997 als ein Gemeinschaftsprojekt der beiden Psychiatriefachverbände von Caritas und Diakonie, mit dem Ziel Verfahren der Qualitätsentwicklung und –Sicherung sowie Qualitätsindikatoren leitzielorientiert für das Arbeitsfeld Sozialpsychiatrie zu erarbeiten.
1998 wurde das erste Handbuch ProPsychiatrieQualität veröffentlicht. Eine vollständig überarbeitete Neuauflage von PPQ ist Anfang 2009 im Psychiatrie Verlag erschienen. Eine Zertifizierung nach PPQ ist seit 2008 möglich.
Das Konzept von PPQ schafft in Diensten, Einrichtungen und Gemeindepsychiatrischen Verbünden die Grundlage zur Strukturierung von Qualitätsprozessen unter Beteiligung von Mitarbeitern, Klienten und Angehörigen. Zusätzlich steht eine Vielzahl von praxiserprobten Materialen zur Bearbeitung der verschiedenen Themenstellungen zur Verfügung. Neben dem Handbuch mit einem Grundlagentext, gibt es ergänzend über die Internetseite Instrumente und Methoden für die Anwendung im Arbeitsalltag.

PPQ als Notiz

  • PPQ versteht sich als ein umfassendes Leitungskonzept und setzt ein klares Bekenntnis der Leitungsverantwortlichen voraus.
  • PPQ räumt der Haltung der Mitarbeitenden und Leitungskräfte eine große Bedeutung ein.
  • PPQ ist ein leitzielorientiertes Qualitätssystem mit hoher Beteiligungs-, Ressourcen- und Praxisorientierung.
  • PPQ stellt eine fundierte Antwort auf die aktuellen Herausforderungen in der Psychiatrie und Behindertenhilfe dar.
  • PPQ ist in allen Diensten, Einrichtungen und Verbundsystemen der Sozialpsychiatrie und anderen Hilfesystemen einsetzbar.
  • PPQ bietet eine Synthese aus Fachlichkeit, etablierten Ansätzen des Qualitätsmanagements, sozialethischen Leitzielen und trialogisch entwickelten Qualitätsindikatoren.
  • PPQ basiert auf einer konsequenten Orientierung an Trialogischen Hilfeprozessen.
  • PPQ setzt auf ein ganzheitliches, mehrdimensionales Qualitätsverständnis und fördert die Grundhaltungen von Empowerment und Recovery.